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Möglichkeiten der technischen Überwachung

Dem Arbeitgeber stehen viele technische Möglichkeiten zur Überwachung seiner Arbeitnehmer zur Verfügung. Am Arbeitsplatz können einfache Dienstmittel – gezielt oder unabsichtlich – zur Überwachung der Arbeitnehmer eingesetzt werden.

Im Folgenden sind die wesentlichen technischen Überwachungsmöglichkeiten mit ihren Besonderheiten kurz aufgezählt. Die rechtliche Zulässigkeit wird sodann im Anschluss hieran erläutert.

1. Telefon und Handy
Bei der Telefonüberwachung von Mitarbeitern handelt es sich wohl um die älteste Form der Mitarbeiterkontrolle durch moderne Technik. Der Arbeitgeber kann die Verbindungsdaten seiner TK-Anlage auswerten und so eine Kosten- und Wirtschaftlichkeitskontrolle ausführen. Daneben besteht technisch auch die Möglichkeit der Aufzeichnung und des Mitschnitts von Telefonaten.
Mobilfunkbetreiber können den Standort eines Handys über die sog. „International Subscriber Identity (IMSI)“ feststellen und nutzen dies auch im Rahmen von standortabhängigen Dienstleistungen. In Städten kann so die Position auf unter hundert Meter genau ermittelt werden. Die Mobilfunkdienstleistungen werden zunehmend auch für private Anwender angeboten, so etwa in „Friendfinder“ oder „Track your kid“ Programmen.

2. Internet und E-Mail
In der jüngsten Vergangenheit ist die Nutzung von Internet und E-Mail verstärkt in die Kommunikation von Unternehmen eingeflossen und somit von den Arbeitsgerichten behandelt worden. Auch hier sind die Möglichkeiten zur Auswertung der Nutzung umfassend gegeben. Der Arbeitgeber kann lückenlos die private und dienstliche Nutzung auswerten.

3. RFID und biometrische Erfassung
Mit Hilfe von Radio Frequency Identification Anwendungen, können die in einer Funketikette gespeicherten Daten berührungslos und ohne direkten Sichtkontakt an ein Empfangsgerät übertragen werden. In den meisten Fällen setzt der Arbeitgeber RFID Chips (manchmal auch „Tags“ genannt) zur Kontrolle des Zugangs, also beispielsweise als Hausausweis ein. Die Daten der Nutzung eines solchen Hausausweises, können zentral erfasst und den Mitarbeitern zugeordnet werden.

Biometrische Identifikationssysteme erlauben die Authentifikation von Personen aufgrund besonderer körperlicher Merkmale. Diese Systeme werden vornehmlich für Zugangskontrollen per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung verwendet, so dass der Mitarbeiter weder Schlüssel, noch PIN oder Transponder mit sich führen muss. Hierbei können zum einen Zugangsdaten aber auch körperliche Merkmale erfasst und ausgewertet werden.

4. Videoüberwachung
Die Überwachung von Mitarbeitern mittels Videoübertragung ist in der jüngsten Vergangenheit durch die aufgedeckten Überwachungen in der Einzelhandelsbranche besonders stark in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt. Die technische Entwicklung ermöglicht die Installation von immer kleineren und leistungsfähigeren Kameras. Dem Arbeitgeber ist damit möglich, praktisch unbemerkt jeden Aspekt des Arbeitstages seines Angestellten zu verfolgen und aufzuzeichnen.

5. GPS
Eine Standortbestimmung mittels GPS Daten wird mittlerweile verstärkt von Detek-teien angeboten, die den entsprechenden GPS-Empfänger meist am Dienstwagen des Arbeitnehmers installieren. Das Empfangsgerät sendet dann den aktuellen Standort – auf 10 Meter genau – an den Auftraggeber. Dieser kann somit Wegstre-cke, An- und Abfahrtszeiten, Geschwindigkeit usw. ermitteln.

6. Gentest
Im Rahmen von Einstellungen und Versetzungen kann es zu genetischen Voruntersuchungen kommen, um bei Verdacht bestimmte (Erb-)Krankheiten auszuschließen. Eine Untersuchung der DNA ermöglicht aber nicht nur die Suche nach Krankheiten sondern auch Rückschlüsse auf die Identität der Person.

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