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Möglichkeiten der Eingrenzung der Innenhaftung

a)     Bei der GmbH
Wie schon oben erklärt, gibt es hier zwei Ansätze:
•    für Einzelfälle, inbesondere bei Insolvenzgefahr, die Haftungsbefreiuung durch Gesellschafterbeschluß sowie
•    die Beschränkung der Haftung durch den Anstellungsvertrag.
•    Hinzu kommt noch die Möglichkeit der Entlastung, § 46 Nr. 5 GmbHG, durch die Gesellschafter.

Sie reicht soweit, wie der Entlastungsgegenstand definiert ist, hängt also davon ab, worüber der Geschäftsführer berichtet und welche Dokumente er vorbringt.
Beiräte und Aufsichtsräte sollten besonders streng auf die Satzung achten. Häufig sind hier Diskrepanzen zwischen den tatsächlichen Möglichkeiten der Kontrolle und Überwachung und dem vermeintlichen Einfluß prominenter Namen anzutreffen. Gleichwohl kann die Haftung in Problemsituationen weitreichend sein.
Hier kann durch Änderungen der Satzung in Richtung eines stärkeren tatsächlichen Einflusses gesteuert werden. Außerdem können direkt die Haftungsaussagen der Satzung verändert werden.

Praxistip:
Jeder GmbH-GF sollte darauf achten, daß in seinem Anstellungsvertrag die Haftung für leichte und mittlere Fahrlässigkeit ausgeschlossen ist. Außerdem kann es sinnvoll sein, eine Haftungshöchstgrenzen mit der Gesellschaft zu vereinbaren. Diese kann zusätzlich auf die Eintrittsgrenzen einer entsprechenden Versicherung abgestimmt werden, so daß keine Lücken verbleiben.

b)     Bei der AG
Hier ist es nicht möglich, eine Eingrenzung vorzunehmen, die Haftung geht insofern weiter. Auch die Entlastung des Vorstands führt nicht zum Verzicht auf Ansprüche gegen diesen, § 120 S. 2 AktG.

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