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Die Rente Ist Sicher – Der Euro Auch ;-)

Die Rente ist sicher – der Euro auch ;-)

Die Rente ist sicher, Ihr Arbeitsplatz ist sicher und die Wirtschaft befindet sich auf Erholungskurs. Genau. Sind Sie die st√§ndigen Unkenrufe nicht auch leid ? Nach einer tiefen Talfahrt mu√ü es ja schlie√ülich auch mal wieder aufw√§rts gehen. Und die letzten Monate ist es ja auch aufw√§rts gegangen. Aber wie weit geht das noch ? Haben nicht auch vor zwei Jahren die √ľblichen Verd√§chtigen, pardon: „Experten“ einen euphorischen Ausblick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung gegeben ? Hat nicht z.B. ein Bankmanager einer Bank, der heute wegen Untreue vor Gericht steht, erkl√§rt, seiner Bank gehe es blendend, obwohl sie zum selben Zeitpunkt bereits faktisch insolvent war ?
Die B√∂rsen feiern wieder H√∂chstst√§nde, die Banker kassieren wieder Millionen-Boni – die Party geht weiter, als ob nichts gewesen w√§re. Aber wenn andere nicht aus ihren Fehlern lernen, kann man das denn nicht wengistens f√ľr sich selbst leisten ? Doch. K√ľndigen Sie z.B. ihre Lebensversicherung. Absurd ? Nun, wie Sie meinen, dann lassen Sie es. Vertrauen Sie darauf, da√ü die Versicherer Ihr Kapital in Staatsanleihen anlegen, weil das „die sicherste Anlageform“ ist. Denn Aktien k√∂nnen ja fallen, wie man in der Krise mal wieder hilfreich betrachten konnte. Staatsanleihen etwa nicht ? Wenn Staaten ihrerseits insolvent sind, dann sind auch deren Papiere nichts mehr wert. Klar, bevor Deutschland pleite geht, wird erst Griechenland √ľber die Klinge springen, oder Portugal, Spanien, England etc. Doch nachdem Frau Merkel mit scheinbarer St√§rke darin eingewilligt hat, den Euro und Euroland als Ganzes im Zweifel auf Kosten Deutschlands vor dem Untergang zu retten, d√ľrfte klar sein, da√ü es keine Einzell√∂sungen geben wird. Und: kann ein Staat √ľberhaupt pleite gehen ? Kommt drauf an, wer seine Gl√§ubiger sind. Soweit wir als B√ľrger uns als solche verstehen, hat die Sache einen charmanten Vorteil: wie in anderen Insolvenzen auch, kann man die Gl√§ubiger einfach mit der Quote dessen bedienen, was noch da ist. Und was ist noch da ? Nicht mehr viel. Da sind Untergangsszenarien wie solche von einer neuen W√§hrungsreform gar nicht notwendig. Es gen√ľgt, nach einer ersten Phase der Deflation, die gerade kurz bevorsteht, in eine Phase der Inflation zu wechseln, und schon vernichtet sich die Schuld gegen√ľber den Gl√§ubigern von selbst. Schon jetzt wird ein erheblicher Teil der k√ľnftigen Rentner sicher prognostizierbar an der offiziellen Armutsschwelle sein Leben fristen. Keine Leistungsverweigerer, Sozialschmarotzer etc, sondern Menschen wie Du und ich, die ihr Leben lang gearbeitet haben. Pech gehabt, ist grad ne schwierige Phase. Das ist gar nicht so zynisch gemeint, wie es klingt. Schlie√ülich gibt es keinen Anspruch auf Gl√ľck, Wohlstand, Gesundheit usw. Unsere Eltern, die den Krieg durchlitten haben, k√∂nnen das best√§tigen. Sie hatten eine „schwierige“ Kindheit, wir werden einen schwierigen Lebensabend haben. Was aber daran √§rgert, ist, da√ü dies vermeidbar gewesen w√§re. Das l√§√üt sich zwar auch von jedem Krieg sagen, aber die √ľber Jahrzehnte angelegte Gleichg√ľltigkeit gegen√ľber dringendem Handlungsbedarf in Bezug auf absehbare Zukunftsprobleme und die damit einhergehenden Ziel- und Planlosigkeit der Politik ist dann vielleicht doch noch etwas anderes als bestimmte historische Ereignisse, die einen Krieg ausl√∂sen.
Sie brauchen also ihre Lebensversicherung gar nicht zu k√ľndigen. Denn selbst, wenn unser Staat nicht pleite geht (eigentlich ist er es faktisch schon l√§ngst) und daher die Auszahlung gar nicht mehr m√∂glich sein wird, d√ľrfte das, was im Alter daraus zur√ľckflie√üt, keinen nennenswerten Substanzwert mehr haben. Vertrauen Sie einfach darauf, da√ü alles Wesentliche bereits f√ľr Sie in die Wege geleitet wurde. Und freuen Sie sich darauf, da√ü Sie in 15 Jahren f√ľr ein Pfund Butter nur 100.- Euro bezahlen m√ľssen, und nicht 200.-. Oder aber 99 bugcent, der neuen W√§hrung, auf die wir dann alle stolz sein werden, nachdem wir unsere urspr√ľnglichen Euro-Anspr√ľche im Verh√§ltnis 1 zu 100 transformieren durften. Seien Sie zuversichtlich, das Leben ist sch√∂n. Mal mehr, mal weniger.

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