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berwachung der E-Mails

Gefahren
Die Gefahren der privaten E-Mail Nutzung entsprechen weitestgehend denen der privaten Internetnutzung wobei hier nochmals auf den Umstand verwiesen wird, dass die Privatnutzung während der Arbeitszeit ein Verstoß gegen die Hauptleistungspflichten des Arbeitnehmers darstellt.

Überwachung dienstlicher E-Mails
Bei der Überwachung dienstlicher Korrespondenz muss man zwischen der schlichten Erfassung von Verbindungsdaten und der Überwachung von Textinhalten unterscheiden.

Die Erfassung von Verbindungsdaten ermöglicht zwar einen Einblick in das Verhalten des Arbeitnehmers.  Wie die Speicherung von dienstlichen Telefondaten ist auch dieses Verhalten in den meisten Fällen als gerechtfertigt anzusehen, da das berechtigte Interesse des Arbeitgebers in der Interessenabwägung hinsichtlich Datum, Uhrzeit und Datenvolumen der E-Mail überwiegen wird.

Problematisch wird es jedoch, wenn auch die Ziel- und Senderadressen erfasst werden. In der Praxis wird man aber davon ausgehen, dass auch die Speicherung der Adressen gestattet ist, da besondere Ähnlichkeiten zum „normalen“ Schriftverkehr vorliegen.

Die Erfassung des Inhalts einer E-Mail ist stark umstritten. So wird einerseits wieder auf die Vergleichbarkeit mit dem konventionellen Schriftverkehr herangezogen, der auch für den Arbeitgeber jederzeit einsehbar sein muss. Andererseits stellt ein kurzer Austausch per E-Mail auch eine Form des Dialogs zwischen Sender und Empfänger darstellt, weshalb hier die Rechtsprechung zum Verbot des Mitschnei-dens von Telefonat herangezogen wird.
Im Endeffekt sollte man aber beachten, dass die E-Mail immer wichtiger für den offiziellen Austausch von Informationen und digitalen Dokumenten wird. So gilt sie mittlerweile auch als Handelsbrief i.S.d. § 257 HGB. Die E-Mail ersetzt in der täglichen Praxis immer häufiger den Brief, so dass man nicht pauschal auf das Verbot der Überwachung über die Rechtsprechung zu (dienstlichen) Telefonaten heranziehen sollte.

Überwachung privater E-Mailnutzung
Ist die private Nutzung von E-Mails gestattet, so entsteht wie bei der Gestattung privater Telefonate ein Anbieter-Nutzer-Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Verbindungsdaten sind also genau wie bei der Telefondatenerfassung zu erfassen. Eine Inhaltskontrolle ist ebenso unzulässig.

In der Praxis sollte deshalb die Erfassungssoftware die Unterscheidung von dienstlichen und privaten E-Mails durch ein entsprechendes Betreff („Privat“) vornehmen können.
 

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