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Begriffe

Das Gesellschaftsrecht ist diejenige Rechtsmaterie, die sich mit den Personenvereinigungen beschäftigt, die auf privatrechtsgeschäftlicher Basis die Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks anstreben.
Das bedeutet im Einzelnen:
Mit Personenvereinigung wird deutlich, dass hier nicht die einzelne Person (wieder: natürliche und juristische) im Vordergrund steht, sondern dass es darum geht, dass sich mehrere Personen zusammenfinden.
Unter privatrechtsgeschäftlicher Basis versteht man die Tatsache, dass sich die beteiligten Personen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben aufgrund eines Vertrags zusammenschließen. Dies ist der sog. Gesellschaftsvertrag.

Als letztes entscheidendes Kriterium ist festzuhalten, dass die Gesellschaft einen gemeinsamen Zweck verfolgen muss.
Unter den so verstandenen Gesellschaftsbegriff, dem sog. weiten Gesellschaftsbegriff, fallen folgende Gesellschaften:

1.    Rechtsfähiger Verein (eV) §§ 21- 53, 55- 79 BGB
2.    Nichtrechtsfähiger Verein  § 54 BGB
3.    Die eingetragene Genossenschaft (e.G.) §§ 1 ff. GenG
4.    Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR oder BGB-G) §§ 705- 740 BGB
5.    Die offene Handelsgesellschaft (OHG) §§ 105- 160 HGB
6.    Die Kommanditgesellschaft (KG) §§ 161- 177a HGB
7.    Die stille Gesellschaft (StG) §§ 230- 237 HGB
8.    Die Reederei §§ 489- 509 HGB
9.    Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) §§ 1 ff. GmbHG
10.    Die Aktiengesellschaft (AG) §§ 1 ff. AktG
11.    Die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) §§ 278- 290 AktG
12.    Die eingetragene Genossenschaft (eG) §§ 1 ff. GenG
13.    Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG ) §§ 7, 15- 53 VAG
1.    Außerdem praktisch bedeutsame Mischformen, wie zB .:
14.    Die GmbH & Co. KG

Eine wichtige Unterteilung der Gesellschaften ergibt sich, wenn man den inneren Aufbau der einzelnen Gesellschaftsformen miteinander vergleicht. Es gibt eine Gruppe, die sich dadurch auszeichnet, dass sie mitgliedschaftlich strukturiert ist. Man versteht darunter, dass sich der Wechsel einzelner Gesellschafter, der sog. Mitglieder, nicht un¬mittelbar auf den Bestand der Gesellschaft an sich auswirkt. Die so strukturierten Gesellschaften nennt man Vereine. Die Grundform ist der Verein nach BGB, vgl. §§ 21 ff. BGB. Dazu zählen außerdem: AG, KGaA, GmbH, eG und VVaG. Die übrigen Gesellschaften nennt man Gesellschaften im engeren Sinne, sog. Personenhandelsgesellschaften oder auch nur Personengesellschaften. Dazu zählen die GbR als Grundform, die OHG, die KG, die StG und eingeschränkt auch die Reederei.
Bei den Vereinen unterscheidet man jetzt wiederum zwischen den Vereinen im engeren Sinne, den Vereinen nach BGB, und den handelsrechtlichen Vereinen, den sog. Kapitalgesellschaften. Dazu zählen die AG, die KGaA, die GmbH, die eG und den VVaG. Gemeinhin wird das Begriffspaar Personengesellschaft – Kapitalgesellschaft in Abgrenzung von einerseits OHG und KG zu andererseits AG und GmbH verwendet.

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