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Auslandsentsendung

Geht es um die Entsenung eines Arbeitnehmers ins Ausland, die nicht länger als 3 Monate andauert, so handelt es sich lediglich um eine Dienstreise. Hier ist zumeist keine vertragliche Änderung erforderlich.
Geht es um längere Zeiträume, so muß meistens der Arbeitsvertrag entweder dies bereits von -Anfang an vorsehen oder entsprechend geändert werden. Das Nachweisgesetz sieht zusätzlich vor, daß schriftlich niedergelegt wird:
•    die Dauer der Tätigkeit
•    die Währung, in der das Arbeitwsentgelt ausgezahlt wird
•    aufgrund des Auslandsaufenthaltes zusätzlich gewährte Zahlungen oder Sachleistungen
•    die Rückkehrbedingungen
Grundsätzlich darf in Arbeitsverträgen mit ausländischen Unternehmen die Anwendbarkeit ausländischen Rechtes frei vereinbart werden. Allerdings dürfen dem Mitarbeiter, der in Deutschland arbeitet, nicht diejenigen Rechte genommen werden, die nach deutschem Recht jedem Arbeitnehmer unabdingbar zustehen. Und davon gibt es – gerade im Arbeitsrecht – in Deutschland zahlreiche Regelungen. Nur beispielhaft seien genannt
•    die Kündigungsfristen
•    das Kündigungsschutzgesetz
•    der Mutterschutz
•    die Regeln über das Wettbewerbsverbot
und viele andere mehr.

Entsteht mit einem Arbeitnehmer, mit dem zulässigerweise ausländisches Recht vereinbart worden ist, Streit, befindet sich dieser Arbeitnehmer in einer sehr günstigen Position:
Er kann frei wählen, welches Recht ihm lieber ist: entweder das ausländische oder das deutsche.
Auf diese Art und Weise z.B. folgende Situation eintreten: ein nach ausländischem Recht ohne weiteres kündbarer Arbeitnehmer, dem eine nach ausländischem Recht zulässige Konkurrenzklausel auferlegt worden ist, beruft sich auf die mangelnde sozial Rechtfertigung der Kündigung gem. § 1 Kündigungschutzgesetz. Für den Fall, daß er damit nicht durchkommt, verlangt er für die Dauer des Wettbewerbsverbotes die Zahlung von zumindest 50 % seines letzten durchschnittlichen Gehaltes, da eine Konkurrenzklausel gemäß § 75d des Handelsgesetzbuches in Deutschland voraussetzt, daß der Arbeitnehmer eine angemessene Entschädigung erhält.

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