Unzulässige Besteuerung von Auslandsaktien
Gewährt ein Mitgliedstaat Steuergutschriften für Dividenden ausschließlich inländischer Kapitalgesellschaften, so liegt darin eine unzulässige Beschränkung der Kapitalverkehrsfreiheit.
Gewährt ein Mitgliedstaat Steuergutschriften für Dividenden ausschließlich inländischer Kapitalgesellschaften, so liegt darin eine unzulässige Beschränkung der Kapitalverkehrsfreiheit. Dies entschieden nun die Richter des Europäischen Gerichtshofs (Az.: C-292/04).
Damit wurde eine deutsche Steuerregelung gekippt, die es Aktionären erlaubte, 3/7 der Dividenden deutscher Aktiengesellschaften von der Einkommenssteuerschuld gegenüber dem Fiskus abzuziehen. Hatten die Anleger Aktien von Unternehmen mit ausländischem Sitz im Portfolio, so griff dieser Anrechnungsmechanismus nicht. Die Richter erkannten darin eine nicht gerechtfertigte Beschränkung des freien Kapitalverkehrs, die zu einer Benachteiligung ausländischer Unternehmen führe.
Letztes Update 21.01.2010 | Copyright© firstlex – Rechtsanwalt Dr. Kai Stumper |

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