Leistungsentgelt nach § 18 TVöD (21.05.2012)
Nur 6 % des Tabellenentgelts gezahlt
 
Versorgungsvertrag (16.05.2012)
Anspruch auf Vereinbarung eines Versorgungsrechts
 
Gleichbehandlungsgrundsatz (15.05.2012)
Bundesgerichtshof wendet erstmals Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz auf GmbH-Geschäftsführer an
 
Equal pay (14.05.2012)
Zeitarbeitsfirmen müssen Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen
 
Notfallrettung (11.05.2012)
Betriebsübergang bei Rettungszweckverband
 
Bewertung ärztlicher Leistungen (08.05.2012)
Internetprovider muss Zahnarztbewertung löschen
 
Auflösungsantrag (25.04.2012)
Eine Kündigung ist nicht wirksam, nur weil Arbeitskollegen ihrerseits mit Eigenkündigung drohen
 
Belästigung am Arbeitsplatz (23.04.2012)
Kündigung wegen "Stalking"
 
Streitigkeiten bei der Auslegung eines Tarifvertrages (20.04.2012)
Zur Zulässigkeit des Antrags in einer Klage nach § 9 TVG
 
Mindestlohn (19.04.2012)
Arbeitgeberleistungen als Erfüllung eines Mindestlohnanspruchs nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz
 
Tarifvertrag für Musiker in Kulturorchestern (18.04.2012)
Klage einer Gewerkschaft auf Abschluss eines Tarifvertrages unzulässig
 
Betriebsrente (17.04.2012)
Betriebliche Altersversorgung nach Altersteilzeit
 
Dauerhafte Schäden durch Haarbehandlung (16.04.2012)
Schmerzensgeld nach Friseurbesuch?
 
Erstattung der Fahrtkosten (05.04.2012)
Bewerbung: Keine Fahrtkostenerstattung bei Verspätung
 
Dienstliche Tätigkeit? (03.04.2012)
Arbeitsunfall bei Sturz vor Dusche auf der Dienststelle
 
Betriebsbedingte Kündigung (31.03.2012)
Landesarbeitsgericht erklärt Kündigung einer Reinigungskraft trotz Fremdvergabe der Tätigkeiten für unwirksam
 
Urlaubsabgeltung bei mehrjähriger Arbeitsunfähigkeit (28.03.2012)
Vorläufiges Ende des Streits um Urlaubsanspruch und Arbeitsunfähigkeit im EuGH-Fall
 
Zahlungsklage stattgegeben (27.03.2012)
Umfang des Forderungsübergangs bei „Hartz IV-Leistungen“
 
Arbeitszeitkonto (26.03.2012)
Kürzung von Zeitguthaben
 
Massenentlassungsanzeige (23.03.2012)
Stellungnahme des Betriebsrats bei Massenentlassung
 
Das Ende der Abofallen? (23.03.2012)
Freiheitsstrafen für Abofallen-Betreiber
 
Urlaubsanspruch (20.03.2012)
Altersabhängige Staffelung der Urlaubsdauer
 
Schadensersatz nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (16.03.2012)
Frist zur Geltendmachung von Entschädigungsansprüchen nach AGG
 
Verdacht des Diebstahls (09.03.2012)
Fristlose Kündigung unwirksam, wenn der Betriebsrat nicht vorher umfassend unterrichtet wurde
 
Persönlichkeitsrecht (08.03.2012)
Arbeitgeber muss persönliche Daten ausgeschiedener Arbeitnehmer von Homepage löschen
 
Kein Einsichtsrecht in Protokolldateien (07.03.2012)
Arbeitgeber darf nicht auf Betriebsratsdateien zugreifen
 
Prozesskostenhilfe für Schwangere (06.03.2012)
Kündigung wegen Facebook-Eintrag
 
Betriebsratsmitglied beleidigt und bedroht (02.03.2012)
Kein Schadensersatz für Betriebsrätin wegen Mobbings
 
Fristlose Kündigung (29.02.2012)
Fremdaufträge während der Arbeitszeit
 
Glühbirnen-Satire (28.02.2012)
"Heatballs" bleiben vorläufig verboten
 
Günstigkeitsprinzip (24.02.2012)
Keine Ablösung einzelvertraglicher Inbezugnahme durch (Haus-)Tarifvertrag
 
Mehrarbeit (23.02.2012)
Vergütungserwartung bei Mehrarbeit
 
Urlaubsanspruch (22.02.2012)
Ausschluss von Doppelansprüchen bei unwirksamer Kündigung
 
Entfernungspauschale nur einmal pro Tag (21.02.2012)
Mit der Entfernungspauschale ist auch die zweite tägliche Fahrt eines Arbeitnehmers zur Arbeitsstätte abgegolten
 
Erfolgsabhängige Bezahlung (18.02.2012)
Schadensersatz wegen Gehaltseinbußen
 
Integration Schwerbehinderter (17.02.2012)
Entschädigung wegen der Benachteiligung eines schwerbehinderten Bewerbers
 
Sonderkündigungsschutz für behinderte Menschen (16.02.2012)
Frage nach der Schwerbehinderung im bestehenden Arbeitsverhältnis
 
Gesamtbetriebsvereinbarung (15.02.2012)
Altersteilzeit für ver.di-Beschäftigte
 
Reiseabbruchsversicherung (13.02.2012)
Erstattung von Reisekosten nach Reiseabbruch?
 
Entfernungspauschale (10.02.2012)
Längere Arbeitswege möglich
 
Beteiligungsrecht? (08.02.2012)
Keine Mitbestimmung bei Versetzungen von Beamten durch den Betriebsrat eines stillgelegten Betriebes der Deutschen Post AG
 
Überwachungsrecht des Betriebsrats (07.02.2012)
Betriebliches Eingliederungsmanagement
 
Auswahlentscheidung (06.02.2012)
Schadensersatz wegen rechtswidriger Beförderungsentscheidung
 
Aktenklammern in der Jackentasche (04.02.2012)
Kein Schmerzensgeld trotz möglicherweise unbegründeten Diebstahlsvorwurfs
 
Fristlose Kündigung (03.02.2012)
Kündigung wegen Bezahlung privater Bauleistungen durch Geschäftspartner?
 
Arbeitsvertrag nach arglistiger Täuschung unwirksam (01.02.2012)
Täuschung des Arbeitnehmers über seine Einsatzfähigkeit
 
Attestpflicht (30.01.2012)
Wann darf ein Arbeitgeber ein ärztliches Attest schon ab dem ersten Krankheitstag fordern?
 
Vertretungsbedarf (28.01.2012)
Mehrfach befristete Arbeitsverträge zulässig
 
Weihnachtsgeld (27.01.2012)
Anspruch auf Weihnachtsgratifikation bei gekündigtem Arbeitsverhältnis
 
Hinweispflicht (26.01.2012)
Anforderungen an die Hinweispflicht des Arbeitsgerichts gemäß § 6 Satz 2 KSchG
 
Betriebsrente (25.01.2012)
Betriebliche Altersversorgung für Arbeitnehmer der früheren Deutschen Reichsbahn
 
Unterschlagung (23.01.2012)
Keine Kündigung wegen des Vorwurfs der Unterschlagung von 14,99 Euro
 
Mobbingklage erfolglos (19.01.2012)
Oberarzt verklagt Chefarzt auf Schadensersatz in Höhe von einer halben Million Euro
 
Spielsucht (16.01.2012)
Fahrlehrererlaubnis von spielsüchtigem Fahrlehrer konnte widerrufen werden
 
Ungleichbehandlung des Arbeitnehmers? (13.01.2012)
Kündigung eines Arbeitnehmers mit HIV-Infektion
 
Unmittelbare Benachteiligung (10.01.2012)
Klage einer Beamtin auf Schadensersatz wegen Altersdiskriminierung teilweise erfolgreich
 
Jetzt geht es um die Wurst (09.01.2012)
Schmerzensgeld nach Sturz im Supermarkt?
 
Rauchergaststätte (05.01.2012)
Cafe auf Lauffläche eines Einkaufszentrums als Rauchergaststätte zulässig
 
Verfall des Urlaubs bei Arbeitsunfähigkeit (04.01.2012)
Urlaubsansprüche gehen bei durchgehender Arbeitsunfähigkeit spätestens 15 Monate nach Ende des Urlaubsjahres unter
 
Kündigungsschutzklage abgewiesen (19.12.2011)
Sozialauswahl und Altersdiskriminierung
 
Freistellung eines dritten Betriebsratsmitglieds (16.12.2011)
Überlassung von Arbeitnehmern des öffentlichen Dienstes an private Einsatzbetriebe
 
Berufskrankheit? (13.12.2011)
Infektion der Bandscheibe eines Bestatters keine Berufskrankheit
 
Kündigung während der Probezeit (10.12.2011)
Kündigung gegenüber einem minderjährigen Auszubildenden
 
Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten (06.12.2011)
Schwere Pflichtverletzung rechtfertigt fristlose Kündigung auch bei freigestelltem Arbeitnehmer
 
Arbeitsunfall? (05.12.2011)
Sich-Verschlucken bei Eisgenuss ist kein Arbeitsunfall
 
Geklaute Handys (30.11.2011)
Keine Haftung des Arbeitnehmers für 12 entwendete Mobiltelefone
 
Einsichtsrecht (28.11.2011)
Betriebsrat verlangt vom Arbeitgeber die Einsichtnahme in Protokolldateien für Zugriffe auf das Betriebsratslaufwerk
 
Sturz im Fußballstadion (24.11.2011)
Zum Unfallversicherungsschutz eines Busfahrers während seiner Pause
 
Kündigungsverzicht (23.11.2011)
Außerordentliche betriebsbedingte Kündigungen nach Kündigungsverzicht
 
Nachbarschaftsstreit (21.11.2011)
Eigentumsbeeinträchtigung bei Abladen von Müll in Nachbars Garten
 
Pflegezeit (18.11.2011)
Mehrmalige Inanspruchnahme der Pflegezeit
 
Aushilfsarbeitsvertrag (17.11.2011)
Sondertarifvertrag für studentische Aushilfskräfte
 
Grundsatz der Zeugnisklarheit (15.11.2011)
Verschlüsselte Formulierung
 
Aufhebungsvereinbarung (14.11.2011)
Rücktritt vom Aufhebungsvertrag während des Insolvenzeröffnungsverfahrens
 
Auflösungsvertrag (11.11.2011)
Betriebsübergang - Widerspruch des Arbeitnehmers
 
Leiharbeitnehmer (03.11.2011)
Interessenausgleich beim Entleiher
 
Austritt aus dem Arbeitgeberverband (31.10.2011)
Einführung des Entgeltrahmenabkommens der Metallindustrie (ERA) nach Verbandsaustritt?
 
Verlängerung der Elternzeit (27.10.2011)
Abmahnung wegen unentschuldigten Fehlens
 
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (25.10.2011)
Prüfpflicht zur Besetzung freier Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen
 
Insolvenzanfechtung (24.10.2011)
Voraussetzungen einer Insolvenzanfechtung von Lohnzahlungen
 
Tarifvertragliche Altersgrenze (20.10.2011)
Befristete Arbeitsverhältnisse älterer Arbeitnehmer
 
Betriebsbedingte Kündigung (28.09.2011)
Betriebsübergang bei der Flugzeuginnenreinigung am Flughafen Düsseldorf
 
Visuelle Überwachungsmaßnahmen (26.09.2011)
Videoüberwachung bei der „Neue Deutsche Spielcasino GmbH & Co. KG“
 
Tod des Arbeitnehmers (22.09.2011)
Vererblichkeit von Urlaubsabgeltungsansprüchen
 
Geschäftsführer gesucht (16.09.2011)
Geschlechtsbezogene Benachteiligung bei Stellenanzeige
 
Private Internetnutzung (15.09.2011)
Fristlose Kündigung wegen privater Internetnutzung?
 
Whistleblower (14.09.2011)
Schutz von Mitarbeitern, die auf Missstände in ihren Unternehmen hinweisen
 
Loyalitätsverstoß? (09.09.2011)
Kündigung des Chefarztes einer katholischen Klinik wegen Wiederverheiratung
 
Selbstbeurlaubung (08.09.2011)
Fristlose Kündigung wegen eigenmächtigen Urlaubsantritts
 
„Sicherheitsrisiko!?“, weil mit einer Chinesin verheiratet (06.09.2011)
Eine Kündigung verstößt gegen Art. 6 Abs. 1 GG, wenn sie wegen der Eheschließung des Arbeitnehmers mit einer chinesischen Staatsangehörigen ausgesprochen wurde
 
Aufhängen der Dienstkleidung (30.08.2011)
Wie groß muss ein Dienstspind sein?
 
Betriebsratswahl bei GlobeGround unwirksam (25.08.2011)
Verstoß gegen das Wahlverfahren
 
Fortführung eines Hotelbetriebs (24.08.2011)
Betriebsübergang bei Zwangsverwaltung eines Grundstücks
 
„Gefällt mir“-Button entfernen (23.08.2011)
ULD an Webseitenbetreiber: "Facebook-Reichweitenanalyse abschalten"
 
Feiertagsarbeit (22.08.2011)
Tariflicher Feiertagszuschlag für Oster- und Pfingstsonntag
 
Betriebsveräußerung (21.08.2011)
Wechsel zu einer „Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft“ vor Betriebsübergang
 
Anzeigepflicht bei Arbeitsunfähigkeit (19.08.2011)
Verspätete Mitteilung der Arbeitsunfähigkeit kann die ordentliche Kündigung rechtfertigen
 
Wöchentliche Personaleinsatzplanung (16.08.2011)
H & M nimmt Auflösungsantrag gegen Betriebsrat zurück
 
Wann beginnt die Arbeitszeit (14.08.2011)
An- und Ablegen der Polizeiuniform keine Arbeitszeit
 
Verfallene Ansprüche (11.08.2011)
Urlaubsabgeltungsansprüche und Ausschlussfristen
 
Übertragung des Urlaubs (09.08.2011)
Befristung von Urlaubsansprüchen
 
Diskriminierung des Arbeitnehmers? (08.08.2011)
Kündigung wegen HIV-Infektion
 
Beschluss der obersten Aufsichtsbehörden für Datenschutz (05.08.2011)
Mindestanforderungen an Fachkunde und Unabhängigkeit des Beauftragten für den Datenschutz nach § 4f Abs. 2 und 3 BDSG
 
Sicherheit des Flugverkehrs gefährdet (28.07.2011)
Fluglotse verliert Arbeitsplatz
 
Minderheitenschutz (25.07.2011)
Minderheitsgruppe im Betriebsrat kann kein eigenes Büro verlangen
 
Anonyme Briefe und Strafanzeigen (21.07.2011)
Schadensersatzforderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro gegen eine Chefärztin und ihren Lebensgefährten
 
Keine Altersdiskriminierung (20.07.2011)
Berechnung der insolvenzgeschützten Betriebsrentenanwartschaft
 
Familienvater stirbt mit 2,2 Promille auf der Heimfahrt (19.07.2011)
Wegen absoluter Fahruntüchtigkeit des Versicherten erhalten Hinterbliebene keine Unfallrente
 
Schadensersatzanspruch wegen Rauchverbot? (14.07.2011)
Zum Schadensersatzanspruch des Pächters einer Gaststätte wegen Umsatzeinbußen nach dem Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes
 
Kündigungsschutzklage (13.07.2011)
Betriebsratsanhörung zur Kündigung und Ersetzung der Stellungnahme des Betriebsrats zur Massenentlassungsanzeige durch einen Interessenausgleich
 
Scheinarbeitsverhältnis (12.07.2011)
Kein Versicherungsschutz bei Scheinarbeitsvertrag
 
Lügen verboten? (11.07.2011)
Falsche Beantwortung der Frage nach einer Schwerbehinderung
 
Ergänzende Vertragsauslegung (08.07.2011)
Sachliche Reichweite einer vertraglichen Bezugnahmeklausel
 
Bindung trotz Verbandsaustritt (06.07.2011)
Gewerkschaftseintritt eines Arbeitnehmers während der Nachbindung (§ 3 Abs. 3 TVG) des Arbeitgebers
 
So viel Zeit muss sein (05.07.2011)
Abmeldepflicht von Betriebsratsmitgliedern
 
Dynamische Vergütungsvereinbarung (04.07.2011)
Einzelvertragliche Vergütungsregelung eines Chefarztes im Bereich des BAT-KF
 
Berufsunfähigkeitsversicherung (28.06.2011)
Keine Leistungen bei Verschweigen einer Gastritis
 
Erbenhaftung (27.06.2011)
Erben haften für Hartz IV-Bezug des Verstorbenen
 
Versicherungslage bei Trunkenheitsfahrt (25.06.2011)
Leistungskürzungsrecht des Versicherers bei grober Fahrlässigkeit im Vollrausch
 
Mahlen die Mühlen der Justiz zu langsam? (24.06.2011)
Kein Schadensersatz wegen überlanger Verfahrensdauer
 
Ersatz des Unfallschadens (23.06.2011)
Einsatz eines Privatfahrzeugs im Rahmen der Rufbereitschaft
 
Keine Lust auf Deutschunterricht (22.06.2011)
Abgelehnte Sprachkursteilnahme - Entschädigung wegen Diskriminierung aufgrund ethnischer Herkunft?
 
Arbeitszeitregelung wegen Intransparenz unwirksam (21.06.2011)
AGB-Kontrolle einer Arbeitszeitregelung
 
Mehr Datenschutz im Internet (19.06.2011)
Die Länder wollen den Datenschutz im Internet verbessern
 
Mängel an einem Neuwagen (16.06.2011)
Zur Erheblichkeit eines Mangels beim Kfz-Kauf
 
Datenspeicherung nur bei Verdacht (14.06.2011)
Bundesrechtsanwaltskammer spricht sich gegen umfassende Vorratsdatenspeicherung aus
 
Nichtbeachtung des Mitwirkungsrechts (13.06.2011)
Unterlassene Anhörung eines Betriebsrats vor Ausspruch einer Kündigung
 
Eheleute müssen Kündigungsbrief weitergeben (10.06.2011)
Zugang einer Kündigung bei Übergabe des Kündigungsschreibens an den Ehegatten außerhalb der Wohnung
 
Unmittelbare Benachteiligung? (08.06.2011)
Sozialplanabfindung bei Bezug einer Erwerbsminderungsrente
 
Unpünktliche Mietzahlung (07.06.2011)
Zum Kündigungsrecht des Vermieters von Wohnraum bei fortlaufend unpünktlicher Mietzahlung
 
Vertrieb von Sportwetten über Internet unzulässig (03.06.2011)
Das BVerwG hat entschieden, dass das generelle Internetverbot im Glücksspielstaatsvertrag weder gegen das Grundgesetz noch gegen europäisches Unionsrecht verstößt
 
Betriebsstilllegung oder Betriebsübergang? (30.05.2011)
Verlagerung eines Betriebsteils ins grenznahe Ausland
 
Schadensersatz wegen entgangenen Geschenken? (26.05.2011)
OLG Frankfurt verneint Schadensersatzanspruch eines Brautpaares gegen einen "schwarz" bezahlten Hochzeitsveranstalter
 
Funktionszulage im Schreibdienst (25.05.2011)
Nach Inkrafttreten des TVöD besteht kein Anspruch auf Fortzahlung der Funktionszulage im Schreibdienst
 
Beendigung einer Mitgliedschaft (24.05.2011)
Verbandsaustritt unter Nichteinhaltung der satzungsmäßigen Kündigungsfrist
 
Kollektive Koalitionsfreiheit (20.05.2011)
Tarifwidrige Betriebsvereinbarung und gewerkschaftlicher Beseitigungsanspruch
 
Kündigungsschutzprozess (19.05.2011)
Urlaub in der Kündigungsfrist
 
Urlaub und Elternzeit (18.05.2011)
Urlaubsanspruch während der Elternzeit?
 
Gleichbehandlung von Versicherten (17.05.2011)
Nichtberücksichtigung von Mutterschutzzeiten bei der betrieblichen Zusatzversorgung der VBL verfassungswidrig
 
Kündigung wegen verfassungsfeindlichen Tätigkeiten (13.05.2011)
Außerdienstliche Aktivitäten für NPD und JN als Kündigungsgrund
 
Ebay-Kunden haften nicht für Konto-Missbrauch (12.05.2011)
Zur vertraglichen Haftung des Kontoinhabers bei unbefugter Nutzung seines eBay-Mitgliedskontos
 
Wettbewerber können nicht abmahnen (11.05.2011)
Kein Wettbewerbsverstoß durch Verwendung des „Gefällt-mir“-Buttons von Facebook
 
Kündigung aufgrund heimlicher Videoaufzeichnungen (09.05.2011)
Verfahren um die Kündigung zweier Ausschankmitarbeiter eines Düsseldorfer Brauhauses
 
Vergütung für Lebensberatung (08.05.2011)
Kein Honorar für unmögliche Leistung?
 
Streit über den Status der Angestellten (05.05.2011)
Betriebsratswahl im Betrieb "Zentrale" der Daimler AG vom 10.03.2010 ist unwirksam
 
Bewusste Inkaufnahme von Gesundheitsschäden? (03.05.2011)
Schadensersatz wegen Arbeiten an asbesthaltigen Bauteilen
 
Grundloser Widerruf einer AGB (23.04.2011)
Widerruf einer in AGB geregelten Zulage, ergänzende Vertragsauslegung in Altfällen
 
Arbeiten im Ausland (22.04.2011)
Vergütung eines Bauarbeiters bei Auslandseinsatz
 
Entgeltumwandlung (20.04.2011)
Abdingbarkeit des Anspruchs auf Entgeltumwandlung nach § 1a BetrAVG
 
Anspruch auf Strukturausgleich nach Herabgruppierung (18.04.2011)
Abstieg in eine niedrigere Vergütungsgruppe
 
Sozialplanabfindung und Altersstufen (14.04.2011)
Abfindungshöhe richtet sich nach dem Alter des Arbeitnehmers
 
Aufwendungsersatz für das häusliche Arbeitszimmer eines Lehrers (13.04.2011)
Der Arbeitnehmer kann in entsprechender Anwendung des § 670 BGB einen Anspruch gegen den Arbeitgeber haben, ihm erforderliche Aufwendungen zu erstatten
 
Übergang eines Betriebsteils (11.04.2011)
§ 613a BGB ist auch anwendbar, wenn nur ein Betriebsteil auf einen anderen Inhaber übergeht
 
Sachgrundlose Befristung und „Zuvor-Beschäftigung“ (08.04.2011)
Der Möglichkeit, ein Arbeitsverhältnis ohne Sachgrund bis zu zwei Jahre zu befristen, steht eine frühere Beschäftigung des Arbeitnehmers nicht entgegen, wenn diese mehr als drei Jahre zurückliegt
 
Deutsches Recht im Internet? (05.04.2011)
Bundesgerichtshof verneint die internationale Zuständigkeit deutscher Gerichte für Klage gegen Internetveröffentlichung ohne deutlichen Inlandsbezug
 
Kündigung eines Polizeiangestellten (02.04.2011)
Verdachts eines außerdienstlichen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz
 
Keine Arbeit für Straftäter (31.03.2011)
Kündigung wegen mehrjähriger Freiheitsstrafe
 
Besonderer Schutz für Datenschutzbeauftragte (29.03.2011)
Widerruf der Bestellung zum Beauftragten für den Datenschutz
 
Spannensicherungsklausel (28.03.2011)
Unwirksamkeit einer qualifizierten tariflichen Differenzierungsklausel
 
Keine Vergütungsnachzahlung für Leiharbeiter (26.03.2011)
Keine Anwendung der im Entleiherbetrieb geltenden Ausschlussfristen auf „Equal Pay“-Anspruch des Leiharbeitnehmers
 
Klassenfahrt keine Privatangelegenheit (22.03.2011)
Angestellter Lehrer hat Anspruch auf Reisekostenerstattung
 
Arbeiten während der Elternzeit (19.03.2011)
Junge Mutter für zwei Tage pro Woche nach London zur Arbeit geschickt
 
Einigungsstelle erstellt Sozialplan (16.03.2011)
Bemessungsdurchgriff bei der Aufstellung eines Sozialplans im Konzern
 
Haushaltsbefristungen bei der Bundesagentur für Arbeit (13.03.2011)
§ 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 TzBfG ist nicht anwendbar, wenn das den Haushaltsplan aufstellende Organ und der Arbeitgeber identisch sind
 
Rasenpfleger von Feuerwerkskörper getroffen (09.03.2011)
OLG Frankfurt präzisiert Verkehrssicherungspflichten des Veranstalters von Bundesligafußballspielen
 
Arbeitnehmer verweigert den Umgang mit Alkoholika (25.02.2011)
Kündigung wegen Arbeitsverweigerung aus Glaubensgründen
 
Unzulässige Ungleichbehandlung (18.02.2011)
Geschlechtsbezogene Benachteiligung bei tariflichem Vorruhestand
 
Zulässigkeit von Werbeanrufen (15.02.2011)
Der BGH stellt klar, dass das elektronische Double-Opt-In-Verfahren per E-Mail nicht genügt, um eine Einwilligung nachzuweisen
 
Schutz behinderter, aber nicht schwerbehinderter Menschen (14.02.2011)
Anwendung der Schutzvorschriften für schwerbehinderte Menschen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB IX)
 
Benachteiligung bei Schwangerschaft (14.02.2011)
Arbeitgeber muß bei Einstellung noch vorsichtiger fragen
 
Forderungen des Bundesrats zur Leiharbeit (14.02.2011)
Gesetzentwurf wurde diskutiert
 
Wer zahlt die Weiterbildung? (08.02.2011)
Rückzahlung von Weiterbildungskosten bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor Abschluss der Ausbildung - Inhaltskontrolle
 
Kündigungsschutzklage gegen den neuen Arbeitsgeber (08.02.2011)
Fortsetzungsverlangen gegenüber dem Betriebserwerber
 
Was sich öffnen soll, muß sich auch öffnen (26.10.2010)
BAG sieht in Öffnungsklausel keinen Ermessenspeilraum für Gewerkschaft gegenüber Betriebsräten
 
Ziel erreicht - auch ohne Navi ! (17.10.2010)
Bitte wegschmeißen - Sie brauchen ihn nicht...
 
Arbeitgeber muß zahlen, aber nicht in den Knast (17.10.2010)
Betriebsräte können Mitbestimmung "nur" durch Ordnungsgeld erzwingen
 
Anspruch auf Internet- und E-Mail-Zugang... (26.07.2010)
...für Betriebsratsmitglieder trotz Intranet
 
Gute Anwälte suchen und finden (26.07.2010)
Referenzliste Kanzlei Dr. Stumper
 
Ryanair darf Barzahlung ausschließen... (15.07.2010)
...aber keine zusätzlichen Gebühren für Kartenzahlung verlangen
 
Mandant wünscht sittenwidrige Abrechnung (15.07.2010)
Zum Zeittakt bei Beratungshonoraren
 
firstlex newsletter 100514 (18.05.2010)
Urteile, News, Editorial
 
Whistleblowing - Compliance mit Haken (14.04.2010)
Ethikrichtlinien und Anti-Korruptionsregeln bergen häufig Detailprobleme
 
Zulage für ständige Wechselschichtarbeit auch im Urlaub (09.04.2010)
Bundesarbeitsgericht gibt Arbeitnehmer Recht
 
Zielvereinbarungssystem als Gegenstand einer arbeitsvertraglichen Regelung (02.04.2010)
Einvernehmliche Vertragsergänzung; Weisungsrecht des Arbeitgebers; Änderungskündigung
 
Datenübermittlung ins Ausland (02.04.2010)
Was ist zu beachten ?
 
Vorratsdatenspeicherung nichtig (03.03.2010)
Konsequenzen für die Privatnutzung von Telefon, Internet und Mail
 
Minijobber und Studentische Hilfskräfte (18.02.2010)
Berechnung von Krankenversicherung und Rentenversicherung
 
Sauberer Ablauf für Betriebsrats-Beschlüsse (14.02.2010)
Wie muß der Beschluß des Betriebsrats organisiert werden ?
 
Rechte des Personalrats (14.02.2010)
Mitwirkung und Mitbestimmung der Personalvertretung, Einigungsstelle
 
Die Einigungsstelle nach BPersVG (14.02.2010)
Personalvertretungsrecht: wann und wie eine Einigungsstelle bilden ?
 
Beziehung zwischen BPersVG und LPersVG (14.02.2010)
Wo liegen die Unterschiede ?
 
Tipps aus dem Arbeitsrecht für Arbeitgeber 2009 (14.02.2010)
Namenslisten, Insolvenz, Betriebsänderung, Wirtschaftsausschuss
 
Unwiderrufliche Freistellung im Aufhebungsvertrag (11.02.2010)
Wirkungen auf Urlaub und Sozialversicherungsansprüche
 
Wettbewerbsverbote (03.02.2010)
Wettbewerbsverbote gegenüber Arbeitnehmern und Selbständigen, Konkurrenzklauseln, Karenzentschädigungen, Vertragsstrafen
 
Schriftformerfordernis bei Kündigungen (03.02.2010)
Wer schreibt der bleibt
 
Geltung von AGB im Arbeitsvertrag (03.02.2010)
Die Auswirkungen der Schuldrechtsreform auf das Arbeitsrecht
 
Abmahnung im Arbeitsverhältnis (03.02.2010)
Einmal schlampig gearbeitet und schon gefeuert? Warum bei den meisten Kündigungen die Abmahnung so wichtig ist
 
Das Arbeitszeugnis (03.02.2010)
Der Umgang mit dem Arbeitszeugnis
 


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I. Vorüberlegungen: Welthandel und Integrationsräume
 

Vor dem konkreten Vertrag sollte eine Analyse vorgenommen werden, inwieweit die Einbindung des eigenen Unternehmens und des Partnerunternehmens in einen Integrationsraum Auswirkungen auf die konkrete Vertragsbeziehung haben kann. 
Dazu nur zwei Beispiele:

  • Beziehe ich Bananen aus Mittelamerika, weil sie wesentlich günstiger sind als jene aus anderen Ländern, und beeinflußt nach einiger Zeit die EU diese Vertragsbeziehung durch einen Schutzzoll? Möglicherweise ist dieser Zoll ein Verstoß gegen das Welthandelsabkommen, nur kann ich ihn faktisch nicht geltend machen. Wie nun kann ich meinen Vertrag lösen oder anpassen? 
     
  • Beziehe ich Ware aus einem anderen Land, so stellen sich möglicherweise Fragen des formellen Ursprungs (Stichwort „Ursprungsregeln"). Wie sichere ich meine Vertragsbeziehung gegen Probleme aus diesem Feld?

  

II. Die Hauptklauseln: Leistung und Gegenleistung
 

Soweit die Frage zu regeln ist, welche Leistung für welchen Preis ausgetauscht wird, sieht der Praktiker hier natürlich den absoluten Schwerpunkt des Vertrages. Bereits hier jedoch kann es fatale Auswirkungen haben, wenn man allein mit den Denkmustern des nationalen Geschäfts an den Vertrag geht. 
Leistung und Gegenleistung stehen im engen, komplexen Zusammenhang mit den weiteren Bestimmungen des Vertrages. Ein Vertrag sollte daher immer als Gesamtaufgabe verstanden werden. So werden z.B. im internationalen Liefervertrag gern Risiken auf der Gegenleistungsseite (also mit einer Zahlungsklausel) abgesichert, die national auf der Leistungsseite (z.B. mit einem Eigentumsvorbehalt) abgesichert werden. 
Da es international noch kein einheitliches Zivil- und Handelsrecht gibt (Ausnahme unter bestimmten Voraussetzungen: die UN-Kaufrechtskonvention und ähnliche Abkommen), muß der Praktiker in den Hauptklauseln den Vertrag besonders sorgfältig ausgestalten. 
Zur einfacheren Handhabung hat sich beim Liefervertrag ein Werk von Standardklauseln international weitgehend durchgesetzt, die sog. INCOTERMS („International Commercial Terms"), herausgegeben von der Internationalen Handelskammer (ICC) in Paris. Am Beispiel dieser Standardklauseln soll die Problematik der Leistungsseite besprochen werden; sie behandeln z.T. jedoch auch (zumindest indirekt) Fragen der Gegenleistung:

 

 

 

1. INCOTERMS bei Lieferverträgen
 

Im Internationalen Handel leisten die INCOTERMS heute nicht mehr wegzudenkende Dienste. Sie bieten standardisierte Liefer- und Zahlungsbedingungen, die sich in der Praxis schon lange bewährt haben. Einen Katalog der INCOTERMS erhält man bei den IHK’s oder bei der Bundesstelle für Außenhandelsinformationen (BFAI) in Köln. 
Hier wird durch die Wahl einer Abkürzung aus drei Buchstaben festgelegt, wie geliefert werden soll, welche Seite bis zu welchem Punkt die Gefahr trägt und ggf. welche Nebenleistungen zu erbringen sind. Die Wahl der jeweiligen Klausel hat dementsprechend natürlich einen engen Zusammenhang zur Preisgestaltung: je mehr der Lieferant zu besorgen hat, um so höher wird der Preis sein. 
Bei der Wahl der INCOTERMS sollte man auf keinen Fall auf „bisherige Erfahrungen anderer Praktiker" oder ein „diese Klausel wird standardmäßig genommen" vertrauen. Es ist vielmehr erforderlich, die gängigen Klauseln genau zu kennen und flexibel, auf den jeweiligen bedarf abgestimmt einzusetzen.

 

 

 

2. Zahlungsklauseln
 

Die Zahlungsklausel hat im internationalen Verkehr mehr zu leisten, als im nationalen. So werden mit ihr diverse Risiken abgedeckt, die im nationalen Verkehr oft mit ganz anderen Instrumenten abgesichert werden können. 
Ein Beispiel: im deutschen Recht als Sicherungsinstrument sehr leistungsfähig ist der Eigentumsvorbehalt. Daher finden sich in allen Liefer-AGB’s Klauseln hierzu. Geht man mit solchen AGB in den internationalen Bereich, kann sich sehr schnell herausstellen, daß die Sicherung fehl schlägt: 
Im deutschen Recht sichert der Eigentumsvorbehalt durch die Behandlung des Eigentums im Konkurs so stark. Bereits im europäischen Ausland aber zeigen sich ganz andere, z.T. wesentlich schwächere Schutzformen dieses Instruments. 
Abgesehen davon: was nützt mir der Aussonderungsanspruch (Herausgabe), wenn nun meine Ware in einem chinesischen Hafen liegt und ich sie eigentlich wieder zurückholen müßte nach Europa?


Zusätzlich zur Verlagerung solcher Ausfallrisiken auf die Zahlungsbedingung (also rechtlich von der Leistungs- auf die Gegenleistungsseite) gibt es noch weitere Funktionen: so soll die Zahlungsklausel gerade beim Verkehr mit ärmeren Ländern dem Vertragspartner ggf. auch ermöglichen, seinen Teil des Geschäfts vorzufinanzieren. 
Vor diesem Hintergrund hat sich im internationalen Bereich insbesondere das Akkreditiv als sehr leistungsfähiges Instrument herausgestellt. 
Insgesamt sollte man die Zahlungsmodalitäten eng mit einem erfahrenen Berater aus der eigenen Hausbank abstimmen; ggf. für jedes Land, jede Region erneut.

 

 

 

III. Ausschaltung von Risiken
 

Ein Schwerpunkt im internationalen Geschäft ist die Beherrschung von Risiken. Solche können sich aus dem Vertrag selbst bzw. aus dem Bereich eines Vertragspartners ergeben. Es können aber auch Risiken aus anderen Bereichen entstehen, die sich auf den Vertrag auswirken können und für die der Vertrag Lösungen bereithalten sollte. Im Folgenden sei auf drei Beispiele eingegangen:

 

 

 

1. Insolvenzrisiko des Vertragspartners
 

Ein Problem in jedem Vertragsverhältnis ist die Absicherung gegen die Insolvenz des Vertragspartners. Allerdings: in der Vergangenheit hat sich schon innerhalb des bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) gezeigt, daß die Absicherung allein nicht hilft. So hat die Sicherungsübereignung das Pfandrecht längst verdrängt, weil nur mit diesem Instrument der Vertragspartner das Wirtschaftsgut einsetzen kann, um die Mittel zu erwirtschaften, aus denen dann der Kaufpreis finanziert wird. 
Im Internationalen Bereich bedarf dieser Punkt noch weitergehender Überlegungen. Zum Einen hat jedes Land eine andere Konkurs-/Insolvenz-Rechtsordnung. Zum anderen hat jedes Land andere Finanzierungspraktiken und Risikomentalitäten. Die Verlagerung der Regelung des Insolvenzrisikos von der Leistungs auf die Gegenleistungsseite (also z.B. vom Eigentumsvorbehalt auf eine Zahlungsklausel) ist hier ein Beispiel für die Notwendigkeit flexiblen Umgangs mit solchen Risiken im internationalen Vertrag.

 

 

 

2. Länderrisiken, Währungsrisiken und politische Risiken
 

„Jedes Land hat seine eigenen Gesetze": dieser Satz gilt auch für das Umfeld der Vertragsbeziehungen. Gemeint sind damit allerdings nicht nur rechtliche, sondern auch sonstige Gesetze, die den Vertrag beeinflussen können: politische Gegebenheiten, Mentalitäten usw. 
Der Vertrag muß diese Dinge ernst nehmen und sich in dieses Umfeld einfügen. Er muß jedoch noch mehr leisten: Veränderungen müssen innerhalb des Vertragsverhältnisses abgefangen werden können. Kommt es z.B. zum internationalen Boykott des Landes, so darf dieses nicht dazu führen, daß sich die vertraglichen Folgen allein bei mir konzentrieren. Oder: verfällt die Währung innerhalb kürzester Zeit, so muß die Gegenleistungsseite im Vertrag entsprechend floaten können.

 

 

 

3. Produkthaftung
 

Die Produkthaftung ist innerhalb der EU zugunsten des Verbrauchers sehr weitgehend ausgestaltet. 
Vor der Abgabe an den Verbraucher entsteht das Produkt in einer heute immer längeren Produktionskette: durch die Verringerung der Produktionstiefe des jeweiligen Produzenten sind an der Entstehung immer mehr Unternehmer beteiligt, die miteinander in vertraglicher Beziehung stehen. 
Das Unternehmen muß sehen, daß es in der Produkt-Entstehungs-Kette bis zum Verbraucher seine Vertragsbeziehungen zum Lieferanten einerseits und zum Abnehmer andererseits so ausgestaltet, daß sich nicht die Produkthaftungsrisiken gerade bei ihm konzentrieren.

 

 

 

IV. Rechtswahl
 

Ein wichtiger Punkt ist die Frage, welches Recht anzuwenden sein soll. Dabei wird in der Praxis häufig verkannt, daß gerade bei der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen die eigene Rechtsordnung schnell ausgeschlossen sein kann.

 

 


1. Grundsätze des sog. Internationalen Privatrechts
 

Das sog. Internationale Privatrecht befaßt sich mit der Frage, welches Recht anwendbar sein soll. Die meisten Rechtsordnungen lassen das eigene Recht zur Anwendung kommen oder aber stellen bei schuldrechtlichen Verträgen im Grundsatz auf den sog. Schwerpunkt des Vertrages ab. Dieser wird dabei an der spezifischen Leistung festgemacht. Im Kaufvertrag schuldet der Einkäufer regelmäßig die Geldleistung und damit nicht die spezifische Leistung. Dieser erbringt vielmehr der Verkäufer. Schon von daher ist dann deutsches Recht oft ausgeschlossen.

 

 

 

2. Das UN-Kaufrecht
 

Ein anderer Punkt ist die Anwendbarkeit der CISG (Convention on the international sale of goods). Dieses sog. UN-Kaufrecht findet automatisch Anwendung, wenn beide Vertragspartner in Staaten ansässig sind, die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens sind. In Europa ist dies weitgehend der Fall, in Asien und anderen Ländern zunehmend. 
Die CISG kann aber auch vertraglich vereinbart werden.

 

 

 

V. Gerichtsstand, Verfahrensrecht und Schiedsvereinbarung
 

Auch im internationalen Vertrag sollte der Gerichtsstand nicht fehlen. So wie das Recht weitgehend gewählt werden kann, kann auch z.T. bestimmt werden, nach welchem Prozeßrecht das angerufene Gericht entscheiden soll.

 

 

 

1. Gerichtsstand und Verfahrensrecht
 

Am günstigsten ist es natürlich, wenn auch bei einem internationalen Vertrag der Gerichtsstand beim Sitz des eigenen Unternehmens ist. Das ist jedoch nicht immer durchsetzbar. 
Gern gewählt und sinnvoll ist eine Regelung, die den Gerichtsstand davon abhängig macht, wer klagen möchte: Gerichtsstand kann dann z.B. derjenige des Beklagten sein. 
Auf jeden Fall sollte man jedoch nur Gerichtsstände wählen, an denen auch ein funktionierendes Gerichts- und Vollstreckungswesen garantiert ist. Dies spricht übrigens dafür, diesen Punkt bei internationalen Verträgen immer als Individualvereinbarung abzuschließen. 
Die Bestimmung des anzuwendenden Verfahrensrechts sollte allerdings dem juristischen Berater überlassen werden. Hier gibt es zu viele Fallstricke.

 

 

 

2. Schiedsklausel

 

 

Im Internationalen Vertrag ist sie noch wichtiger als im nationalen. Ist schon schwierig herauszuarbeiten, welches staatliche Gericht welchen Landes für den Fall zuständig wäre, so ist gerade im Verkehr mit manchen Osteuropäischen und asiatischen Staaten die Befürchtung nicht unbegründet, daß eine sachgerechte und neutrale Entscheidung schwierig zu erlangen ist. 
Sinnvoll ist die Vereinbarung, daß der Schiedsrichter von der Internationalen Handelskammer in Paris bestimmt wird. Dadurch ist die Auswahl im internationalen Bereich erfahrener Schiedsrichter gewährleistet. Man kann aber durchaus auch auf die Außenhandelskammern des DIHT zurückgreifen.

 

 

 

VI. Weitere wichtige Klauseln
 

 

1. Die verbindliche Sprache
 

Auf jeden Fall sollte die verbindliche Sprache im Vertrag geregelt sein. Allein die Abfassung des Vertrages in einer bestimmten Sprache hindert Gerichte nämlich nicht immer, diese Sprache als die verbindliche abzulehnen. Dies insbesondere, wenn die Parteien - meist ohne es zu merken - das Recht gerade eines anderen Staates vereinbart haben, als dasjenige, dessen Sprache sie verwendet haben.

 

 

 

2. Steuern, Zölle und sonstige staatliche Abgaben
 

Eigentlich sollte schon durch die Ausgestaltung der Hauptinteressen (Leistung/Gegenleistung) die Frage der öffentlich-rechtlichen Abgaben eindeutig geregelt sein. Ist dies nicht der Fall, so sollte sich zumindest eine Zusatzklausel finden, die die Verteilung auf die Vertragspartner übernimmt.

 

 

 

3. Die salvatorische Klausel
 

Diese Klausel wird besonders gern aus Mustern, Formularen u.ä. „blind" übernommen. Dabei kann sie eine wichtige Funktion haben. Es gibt Begleitklauseln, die für die eine Seite derart wichtig sind, daß sie bei deren Unwirksamkeit z.B. nicht am Vertrag festhalten will oder eine Anpassung möchte. Dann aber ist eine Klausel wenig hilfreich, die z.B. lediglich bestimmt, daß der Vertrag bei Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen ansonsten wirksam bleibt.

 

 

 

4. Weitere Klauseln
 

Natürlich will diese Übersicht keinen Anspruch auf Vollzähligkeit erheben. In einem Vertrag sind diverse weitere Punkte denkbar. Das Wichtigste sollte folgende Überlegung sein: 
Ein Vertrag sollte möglichst nicht ohne weitere Überarbeitung aus Formularen o.ä. übernommen werden. Zu sehr besteht die Gefahr, daß die für andere Interessen entwickelte Formulierung im eigenen Fall in der entscheidenden Situation gerade „fünf Zentimeter neben den eigenen Interessen liegt". Der Vertrag sollte sich vielmehr immer an der kaufmännischen Absprache orientieren. Sämtliche Punkte, die in der Verhandlung der Vertragsparteien besprochen wurden, gehören mit ihrem Ergebnis in den Vertrag. 
Verzichten sollte man allerdings auf bloße Programmsätze: Klauseln, die z.B. beide Seiten verpflichten, ihre Pflichten aus dem Vertrag zu erfüllen, haben regelmäßig keinen eigenen Regelungsgehalt. Sie machen es eher schwierig, z.B. als Richter oder Schiedsrichter die wirklichen Pflichten von bloßen Absichtserklärungen oder Floskeln zu trennen.

 

 

 

Weiterführende Informationen finden Sie unter:
 

Bundesstelle für Außenhandelsinformationen (BFAI) 
Die Informationsquelle für den Praktiker im internationalen Geschäft

 

Internationale Handelskammer (ICC) Paris 
Insbesondere auch mit Informationen zu:I

  • CC Schiedsgerichtsordnung 
     
  • ICC Schlichtungsordnung 
     

Die Europäische Union im Internet:


Hinweis zum weiteren Surfen: für die Kommission geht es weiter mit: /comm 
für ein Generaldirektorat dort mit: /dg[+Ziffer des DG, also z.B. dg22]



Zu diesem Themenbereich berät Sie:
 
Rechtsanwalt Christof Frenken
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